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Flohbefall

Flohbefall ist keine Frage der Hygiene, und die kleinen Quälgeister machen vor den saubersten Vierbeinern nicht halt. Da Flöhe den Bandwurm übertragen können, muß man dem Kratzen seines Hundes gewissenhaft auf den Grund gehen.

Die Exkremente des Flohes bleiben als winzige, dunkelbraune Krümel im Fell zurück; zerreibt man die Krümel auf einem feuchten Tuch, so färbt es sich rotbraun. Kann man keinen Krümel finden, dann bürstet man seinen Hund kräftig mit und gegen den Haarwuchs, das bringt die Flöhe in Bewegung und an die Oberfläche. Am leichtesten entdeckt man sie am Bauch, unter den Ellbogen, im Kehlkopfbereich und auch am Kopf.

Die umweltfreundlichste und gesündeste Vernichtungsmethode wäre das Fangen der Flöhe mit den Fingern. Aber Vorsicht: Die Flöhe nicht zerdrücken, da die Gefahr der Bandwurmübertragung auf den Menschen besteht. Am besten sofort ins WC damit. Sehr wirkungsvoll ist ein Bad mit einem Antiungeziefershampoo. Dieses mildert auch den Juckreiz, der durch die Flohbisse hervorgerufen wird. Es gibt spezielle Shampoos, die nicht ausgespült werden und den Hund 10-14 Tage von Parasiten freihalten.

Als weitere Antiflohpräparate gibt es noch Flohsprays, Flohpuder,Flohhalsbänder auf Pulverbasis und solche, die Giftgas enthalten, sowie Tropfen, die dem Hund zwischen die Schulterblätter geträufelt werden. Dieses Mittel dringt durch die Haut in die Blutbahn des Hundes und tötet so den Floh, der Blut saugt.

Die Vorstellung, daß einem Hund "Gift" durch die Adern fließt oder er ständig von einer Giftgaswolke umhüllt ist, gefällt vielen Hundefreunden nicht und läßt sie zweifeln, ob diese Mittel unschädlich sind. Auf jeden Fall sollte der Gebrauch dieser "Gifte" eher die Ausnahme als die Regel darstellen und nur in extremen Situationen als "kleineres Übel" in Kauf genommen werden.

Eier, die ein Flohweibchen ablegt, bleiben nicht am Hundekörper haften, sondern fallen z.B. auf seinen Schlafplatz. Nach einer Woche schlüpfen Larven, und nach weiteren zwei bis drei Wochen schlüpfen die ausgewachsenen Flöhe. Um diesen Vorgang zu verhindern, müssen auch die Schlafplätze des Hundes mit einem Flohspray oder -puder behandelt werden. Als wirksames Mittel gegen Floheier empfiehlt sich auch regelmäßiges Staubsaugen des Schlafplatzes und der gesamten Wohnung - besonders, da Flöhe sich auch auf den Menschen verirren können.

Sollte der Flohbefall noch nicht gravierend sein, versuchen Sie es mit einem Bad mit Teebaumöl-Shampoo. Wir haben festgestellt, dass die Flöhe davon zumindest so "benebelt" werden, dass man sie danach leichter fangen kann !