TRAUMHUNDE.DE : RASSEPORTRAITS : CAIRN TERRIER

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Der Cairn Terrier

Herkunft und Geschichte

Dieser zottelige, kleine Hund wird von vielen Kennern für die urwüchsigste Terrierrasse gehalten. Er ist eng mit den Skye, Westhighland White und Scottish Terriern verwandt und man vermutet, dass diese Rassen sogar aus dem Cairn Terrier hervorgegangen sind. Entstanden sind die Cairn Terrier in den schottischen Hochlanden und auf den vor gelagerten schottischen Inseln, insbesondere der Insel Skye. Dieser Insel verdankte der Cairn auch seinen zeitweiligen Namen "Kurzhaar-Skye". Ihren heutigen Namen erhielt er durch seine Aufgabe als Jagdhund: Cairns wurden als Meutehunde für die Raubzeugjagd gehalten und mussten unter anderem in Steinhaufen (= gälisch "cairns") Dachs, Fuchs und Otter aufspüren. Durch seine Furchtlosigkeit und großen Mut fiel der kleine Hund bald positiv auf und wurde schon Ende des 19. Jahrhunderts systematisch gezüchtet. Weil bei der Zucht jedoch eher Charaktereigenschaften im Vordergrund standen, gab es lange Zeit keinen einheitlichen Phänotyp bei den Cairn Terriern. Selbst als aus der Rasse schon Westhighland oder Scotch Terrier als eigenständige Rasse hervorgegangen waren, wurden diese noch munter mit den Cairns gekreuzt. Nachdem die Rasse "Cairn" 1912 anerkannt worden war, wurde noch weitere 12 Jahre durcheinander gezüchtet. Erst 1924 verbot der Kennel Club das Kreuzen von Westhigland White Terriern und Cairn Terriern. Doch noch heute werden Cairnwelpen mit weißen Abzeichen geboren.

Erscheinungsbild

Cairn Terrier sind in allen Farben außer Weiß zugelassen. Meistens ist er in sandfarben zu sehen, er kommt aber auch in grau, rot, gestromt oder fast schwarz vor. Hat er dunkle Ohren und eine dunkle Schwanzspitze, ist er besonders typisch gekennzeichnet. Ansonsten wirkt der Cairn recht zottig und wird von Laien auch schon mal als Promenadenmischung angesehen. Er hat einen keilförmigen Kopf mit freundlichen, kecken dunklen Augen. Die Ohren sind klein und spitz. Sein Haarkleid ist mittellang und harsch mit weicher Unterwolle, seine Rute mittellang und seine Läufe gerade. Er ist zwischen 25 und 30 cm groß und wiegt zwischen 6,5 und 7,5 kg, Hündinnen sind tendenziell etwas kleiner. Cairns bewegen sich frei und selbstbewusst, auch an der Leine.

Charakter und Eigenschaften

Obwohl nicht mehr besonders viele Cairns als Jagdhunde gehalten werden, stecken in ihnen häufig noch kleine Jäger. Sie sind recht selbstbewusst und eigenständig, doch bleiben sie dabei auch immer häuslich und anhänglich. Ihre Liebe zu Kindern ist besonders ausgeprägt, sie tollen gerne herum, sind danach aber auch gerne verschmust. Cairns sind sehr temperamentvolle und lebhafte Energiebündel, sie sind am liebsten immer beschäftigt. Hektik oder Nervosität verbreiten sie jedoch nicht. Wegen ihrer großen Intelligenz, ihrer Courage und auch Wachsamkeit werden Cairns von immer mehr Hundeliebhabern geschätzt. Der Cairn hat ein lustiges Wesen und trägt den Schalk im Nacken. Ansonsten buddelt er manchmal sehr gerne und schätzt hin und wieder auch einen Sprung ins kühle Wasser. Er ist kein Kläffer, passt aber gut auf und meldet ungewöhnliche Vorfälle rund ums Haus. Wenn er angegriffen wird, weiß er sich zu verteidigen. Er ist dabei jedoch kein Raufer.

Haltung und Pflege

Cairn Terrier sind extrem pflegeleicht: Sie müssen nicht getrimmt werden, es genügt, zweimal im Jahr abgestorbenes Haar aus dem Fell zu zupfen und sie hin und wieder zu kämmen. Da sie recht klein sind, benötigen sie nicht viel Platz und können auch in einer Stadtwohnung gehalten werden. Wichtig ist dabei, den Cairn viel zu beschäftigen und ihm viel Bewegung zu verschaffen. Auch eine konsequente Erziehung ist wichtig, sonst entwickelt das Ego des Cairns zu viel Eigendynamik. Cairns verfügen über eine sehr robuste Gesundheit- sie können 14-16 Jahre alt werden!