TRAUMHUNDE.DE : NACHWUCHS

Nachwuchs bei Terrier.de

Die dritte Woche

30. September 2007

Die Welpen machen ihre ersten unsicheren Gehversuche. Es sieht sehr lustig aus, wenn der viel zu große Kopf hin und herschwankt, der "Windelpopo" schaukelt. Oft enden die Versuche kläglich auf dem Po. Der Welpe wird nun unermüdlich weiterüben, bis er recht sicher auf seien vier Pfoten steht.

Zwischendurch kann man nun schon einmal ein wolfsähnliches Geheule hören oder ein leichtes Bellen, sowie ein Knurren, wenn nicht alles so läuft, wie der Welpe es sich vorstellt.

Die Geschwister erkennen sich, sie benagen sich ausgiebig, der eine oder andere wird umgestoßen. Die ersten Spielversuche sind einfach toll mit anzusehen. Man kann stundenlang vor der Wurfkiste verbringen und zusehen

Gleichzeitig mit dem Gesichts- und Hörsinn beginnen die ersten kleinen Zähnchen sich zu zeigen. Man spürt sie, wenn man leicht mit den Finger durch das Mäulchen streicht. Das Milchgebiss entwickelt sich langsam voran und bleibt den Welpen so bis ca. zum 4.Monat erhalten, dann setzt der Zahnwechsel ein.

Die Welpen beginnen nun auch ihre kleinen und großen Geschäfte allein zu verrichten. Bisher hat dies für die Mutterhündin (durch lecken und ausgiebigen verputzen) erledigt. Die ersten Spielzeuge kommen in die Wurfkiste.

Prägung: ein Welpe weiss nicht zu welcher "Rasse" er gehört. Dies geschieht durch die Prägung und muss in allerfrühestes Kindheit gelernt werden.

Eine Prägung ist nur gewährleistet, wenn der Welpe während der so genannten "sensiblen Phase" am Anfang seines Lebens, lang andauernden und intensiven Kontakt mit der Prägungsart (hier Mensch/Hund) hat.

Die sog. sensible Phase liegt in der Zeit zwischen der 3. und 4. Woche nach der Geburt und hat ihren Höhepunkt so um die 7. Woche. Nun ist es die Arbeit des Züchters, den Welpen mit gleichzeitigem Kontakt zu 2 Arten (Mensch und Hund) zu einer doppelten Prägung zu führen.

Die Prägung auf Mensch und Hund lässt sich später sehr schwer nachholen, man sagt sogar das sie nahezu irreversibel (nicht mehr umkehrbar) ist.

Die Gewöhnung an den Menschen muss also vom ersten Tag intensiv stattfinden. Hier unterscheiden sich gut aufgezogene Welpen von verantwortungsbewussten Züchtern von ohne menschlichen Kontakt aufgezogenen, verhaltensgestörten, nicht auf den Menschen geprägten Welpen aus Massenhaltungen oder von Hundehändlern aus dem Ausland.

Der verantwortungsvolle Züchter stellt mehrfach täglich intensiven Kontakt zu dem Welpen her.

Text - © Susann Gielians - Irish Terrier vom Haseland
Fotos - © terrier.de