TRAUMHUNDE.DE : NACHWUCHS

Nachwuchs bei Terrier.de

Die erste Woche

16. September 2007

In der ersten Woche stehen Hündin und Welpen in ständiger Beobachtung, sie werden täglich mind. zweimal gewogen (Digitalwaage) um Anhand der Gewichtszunahme sofort zu erkennen, ob die Welpen einen normalen Entwicklungsverlauf nehmen und sich gesund entwickeln. Eine mangelnde Gewichtszunahme ist immer ein Alarmzeichen. Zum Ende der ersten Woche sollten die Welpen das Geburtsgewicht verdoppelt haben. Spätestens nach 10 Tagen. Das setzt voraus, das der Züchter die Welpen gut auseinander halten kann, bzw. sie kennzeichnet.

Die stolze Mamma
Sie bietet den Welpen durch ihre U-Lage die besten Voraussetzungen, Wärme und Milch zu erhalten.

Das Bestreben des neugeborenen Welpen besteht im instinktgesteuertem Erreichen der mütterlichen Zitze. Dies wird in der Regel sehr zielstrebig ausgeführt. Ist dies nicht der Fall besteht schon der erste Grund zur Sorge. Der Welpe ist in dieser Phase noch nicht durch die Umwelt beeinflusst und reagiert so wie es seine Veranlagung und seine ererbten inneren Antriebskräfte, seine angeborene Lebenskraft es ihm ermöglichen. Lebensschwache Welpen erkennt man recht schnell, auch durch Test nach Trummler.

Tägliches Wiegen - Teil der Gesundheitskontrolle

Meiner Meinung nach kann man mit diesen Test nicht alles erkennen, da sich die Welpen auch mit unterschiedlichen Start bzw. Geburtsschwierigkeiten auseinander zusetzen haben. Der eine oder andere benötig dann ein wenig länger um zur Zitze der Mutter zu gelangen. Man kann recht gut am Verhalten der Mutterhündin erkennen, wie es um den einzelnen Welpen steht. In der ersten Woche sind pendelartige Suchbewegungen charakteristisch und zeigen damit den Geruchssinn und den Tastsinn an. Das Saugen selbst, der Milchtritt mit den Vorderpfötchen und Abstemmen mit den Hinterpfoten sind angeborene Instinkthandlungen. Angeboren ist auch das Bedürfnis nach Wärme, hier natürlich in erster Linie die Körperwärme der Mutterhündin. Entfernt sich ein Welpe zu weit von der Mutter und spürt er bei seinen suchenden Pendelbewegungen nicht mehr den Körper der Mutter, so beginnt er ein fürchterliches Geschrei und Gemaunzte, bis er einen Körperteil der Mutter wieder findet. Es ist erstaunlich, wie gut diese wenige Stunden alten Welpen an der Pfote hinauf zur Zitze der Mutter gelangen.

Die Welpen verschlafen ca 90 % ihres frühen Daseins, die restliche Zeit wird mit dem Saugen an den Zitzen ausgefüllt. Hundewelpen gehören zu den so genannten Nesthockern und sind unbedingt auf den Schutz der Mutter angewiesen.

Ein süßes Quartett
Zur Unterscheidung bekommen die Welpen farbige Bänder
Wird "die Gelbe" unsere Lucy ???

Der bereits gut entwickelte Geruchssinn lässt sie den Geruch der Mutter bereits vom ersten Augenblick einprägen. Aus diesem Grund ist es auch sehr wichtig, den Welpen durch Geruchskontakte an den Geruch des Züchters - der Menschen - zu gewöhnen, besser zu prägen. Durch den Geruchskontakt sind Mutterhündin und Mensch für den Welpen unersetzlich, sie sind von der ersten Sekunde an vertraut.

Die neuen Frauchen sind schon ganz begeistert

Laut der Zuchtordnung ist nun auch der Erstbesichtigungstermin durch den zuständigen Zuchtwart angesagt. Er kontrolliert den Wurf, das Wurfzimmer, die Mutterhündin, die Aufzuchtbedingungen. Hierbei wird jeder Welpe einzeln von dem Zuchtwart genauestens untersucht. Er vermerkt eventuelle Abweichungen vom Standard. Natürlich werden auch anatomischen Mängel und Aufzuchtmängel genauestens protokolliert. Ebenso ob Welpen verstorben sind, wie und warum.

Text - © Susann Gielians - Irish Terrier vom Haseland
Fotos - © terrier.de